Klimaschutzprogramm 2030

Klimaschutzprogramm hält an Ölheizung fest

Klimaschutzprogramm 20302020-08-31T07:58:22+00:00

Klimaschutzprogramm 2030 – das bedeuten die Neuerungen für Ihre Ölheizung

Im Herbst 2019 wurde das Klimaschutzprogramm 2030 eingeführt, das die Bundesregierung nun Schritt für Schritt umsetzt. Das Maßnahmenpaket trägt dazu bei, die für 2030 erklärten Klimaziele zu erreichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Einsparung von CO2-Emissionen, die durch Maßnahmen wie beispielsweise die Einführung einer CO2-Bepreisung oder die Förderung klimafreundlicher Heizlösungen erreicht werden soll.

Wir fassen für Sie zusammen, welche Regelungen vorgesehen sind.

Bis 2025

Öl-Brennwertgeräte können uneingeschränkt eingebaut werden.

Heizungsmodernisierungen sind nicht an erneuerbare Energien gebunden.

Ab 2026

Bestehende Ölheizungen können weiterhin betrieben werden.

Neue Öl-Brennwertgeräte dürfen als Teil eines Hybridsystems installiert werden, also in Kombination mit erneuerbaren Energien.

Verschiedene Regelungen je nach Bundesland

Achtung: Die Regelungen variieren je nach Bundesland. So gelten in Hamburg und Baden-Württemberg abweichende Vorgaben.

AUSNAHME BADEN-WÜRTTEMBERG2020-08-14T15:11:03+00:00

In Baden-Württemberg ist die Nutzung von Bestandsheizungen möglich. Vorgaben gelten für Heizungsmodernisierungen. Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) enthält Regelungen für Besitzer von Gebäuden, die vor dem 01.01.2009 errichtet wurden und eine Fläche von mindestens 50 Quadratmetern haben. In Baden-Württemberg gilt:

Modernisierung zusammen mit Erneuerbaren
Wer in Baden-Württemberg eine neue Heizung einbauen oder eine bestehende modernisieren möchte, ist zur Einbindung erneuerbarer Energien verpflichtet. Modernisieren Sie mit einem neuen Ölbrennwertkessel, müssen mindestens 15% des jährlichen Bedarfs an Wärmeenergie über erneuerbare Energien gedeckt werden. Alternativ sind Ersatzmaßnahmen möglich wie die Investition in einen baulichen Wärmeschutz oder die Erstellung eines Sanierungsfahrplans.

AUSNAHME: HAMBURG2020-08-14T15:10:34+00:00

Wie im Rest Deutschlands ändert sich nichts für Bestandsheizungen. Auch über 2025 hinaus können Sie weiterhin Ihre Ölheizung betreiben. Da das Bundesland Hamburg seine Klimaziele 2025 in einem eigene Klimapaket formliert hat, sollten Modernisierer die Fristen und Vorgaben kennen. Diese wurde Ende 2019 weiterentwickelt und im Hamburgischen Klimaschutzgesetz verankert. In Hamburg gilt:

Modernisierung bis 30.06.2021 ohne Einschränkung
Bis Ende Juni 2021 können Sie im Rahmen einer Modernisierung uneingeschränkt ein neues Ölbrennwertgerät einbauen lassen. Dabei bleibt Ihnen die Wahl, ob Sie eine Kombination mit erneuerbaren Energien wählen oder nicht.

Modernisierung vom 01.07.2021 bis 31.12.2025 zusammen mit Erneuerbaren
Ab Juli 2021 ist die Kombination mit erneuerbaren Energien bei einer Heizungsmodernisierung Pflicht. Mindestens 15% des jährlichen Wärmeenergiebedarfs sind durch erneuerbare Energien zu decken.

Modernisierung ab 01.01.2026 ohne fossile Brennstoffe
Heizungsmodernisierungen sind nicht länger mit Ölheizungen möglich, ausgenommen Härtefälle.

Aktueller Diskussionsstand zu zukünftigem Einbau und Betrieb von Ölheizungen

Für Bestandsheizungen ändert sich nichts. Auch nach 2026 können neue Ölheizungen eingebaut werden. Voraussetzung ist die Kombination mit Erneuerbaren Energien. Wo weder ein Gas-/Wärmenetz vorhanden noch die Einbindung Erneuerbarer Energien möglich ist, können weiterhin unabhängige Ölheizungen modernisiert und installiert werden. Wir informieren Sie über den aktuellen Stand für den zukünftigen Einbau und Betrieb von Ölheizungen.

Was kostet eine neue Heizung im Vergleich?

Heizsysteme im Kostenvergleich Einmalige Investitionskosten** Laufende Kosten*
Vorhandener Ölkessel *** 3.700€
Neues Öl-Brennwertgerät 11.400€ 2.975€
Neues Gas-Brennwertgerät 13.000€ 3.130€
Strom-Wärmepumpe (Luft-Wasser) 24.850€ 3.388€
Fernwärme 10.500€ 3.350€
Neue Pelletheizung 28.200€ 3.138€

(Quelle: https://www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/was-kostet-eine-neue-heizung.html)

* Laufende Kosten wie z.B. Brennstoffkosten inkl. Grundgebühr und Lagerverzinsung, Strombezugskosten, Vergütung für ins Netz eingespeisten Solarstrom, Wartung und Reinigung von Kessel und evtl. Lagerbehälter, Schornsteinfegergebühren.

** Einmalige Investitionskosten (Komponenten unterschiedlich nach Heizsystem) wie z.B. Wärmeerzeuger evtl. inkl. Brenner und Abgassystem sowie Regelung, Zubehör und Kleinteile, Wärmespeicher für Warmwasser und evtl. Heizung, In der Regel alternativ: Lagerbehälter, Tankstilllegung, Erdsonde inkl. Bohrung, Anschlusskosten für Erdgas oder Fernwärme, Solaranlage (thermisch oder photovoltaisch), Lohnkosten für (De-) Montage inkl. Elektroarbeiten.

*** vor 1986 Einfamilienhaus mit 150 m2, Erdgeschoss und Dachgeschoss beheizt, rechteckiger Grundriss und Satteldach.

Bundesweiter CO2-Preis ab 2021

Zum 01.01 2021 wird bundesweit eine CO2-Bepreisung eingeführt. Basis ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Ab 2021 kostet jede Tonne CO2 25 Euro. Pro Liter Heizöl wird somit ein CO2-Preis von etwa 8 Cent fällig. Bis 2025 wird der CO2-Preis stufenweise auf 55 Euro angepasst. Ab 2026 kann eine Tonne CO2 bis zu 65 Euro kosten.

Unser Tipp:

Füllen Sie Ihren Heizöltank noch in diesem Jahr auf. Wer bis Ende 2020 bestellt, spart sich den CO2-Preis und startet mit einem Vorrat ins neue Jahr.

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